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Chain of Events

Helix von Tony Cragg | Bronze | 2007

Wenn Kunst auf Landschaft trifft, entstehen spannende Kontraste: Im Garten des Hotels, großartig platziert vor der imposanten Bergkette und dem Blick über das Murnauer Moos, hat die Helix „Chain of Events“ von Tony Cragg ihr Zuhause gefunden. Weltweit existieren nur zwei Versionen dieses Kunstwerks. Für das Pendant müsste man weit reisen, denn es steht, ziemlich prominent, im New Yorker Central Park.

Das Kunstobjekt

Die sieben Meter hohe und etwa 5,3 Tonnen schwere Skulptur aus Bronze entstand 2007 und erinnert mit ihren amorphen Strukturen an eine Doppelhelix. Bewegung und Veränderung sind die zentralen Gestaltungselemente seiner Skulpturen aus geschichteten und in sich verdrehten oder zerfließenden Formen, in denen man häufig das Profil einer menschlichen Gestalt zu erkennen meint.

Natur als Inspiration

Warum diese Arbeit zum Alpenhof einfach perfekt passt? Auch für Cragg ist die Natur die wichtigste Inspirationsquelle, selbst sein Studium brachte ihn in erster Linie der Natur näher.

"Ich habe in London studiert im Royal College und den Hinterhof haben wir geteilt mit dem Geologischen Museum und dem Natural History Museum", erinnert er sich. "Ich habe mein Studium eigentlich in diesen Museen verbracht, ich war nicht ein einziges Mal in einem kunsthistorischen Vortrag beschämenderweise… das musste ich alles nachholen. Aber da hat man gesehen, was für unglaubliche Formen es gibt, der Formenreichtum auf unserem Planeten ist reich, nur leider sind wir dabei ihn zu zerstören."

 

Der Künstler

Nach einer naturwissenschaftlichen Laufbahn studiert Tony Cragg (eigentlich Anthony Douglas Cragg) am Gloucestershire College of Art and Design (1969/70), an der Wimbledon School of Art (1970 bis 1973) und am Londoner Royal College of Art (bis 1977). Dann lässt er sich in Wuppertal nieder und zeigt seine Werke in ersten Ausstellungen. Von 1978 bis 1988 lehrt er an der Düsseldorfer Kunstakademie, wo er bis 2001 sowie von 2006 bis 2009 eine Professur inne hat; daran anschließend ist er bis 2013 deren Direktor. Von 2001 bis 2006 ist er Professor an der Berliner Universität der Künste. Cragg beteiligt sich an zahlreichen internationalen Ausstellungen wie an der Kasseler documenta (1982, 1987) und der Biennale von Venedig (1986, 1993). 1988 erhält er den Turner Prize, London. 1994 wird er Mitglied der Londoner Royal Academy of Arts und 2002 der Berliner Akademie der Künste. 2006 erwirbt er das Anwesen Waldfrieden in Wuppertal, in dessen Gebäude und Park seit 2008 u.a. Teile seines Werkes zu sehen sind.

In guter Gesellschaft

Der Skulpturenpark Waldfrieden liegt in den Hügeln der Wuppertaler Südstadt und ist heute ein Touristenmagnet und Erholungsort für Einheimische. Auf dem 15 Hektar großen bewaldeten Gelände befinden sich drei gläserne Ausstellungspavillons und dutzende Freiluftskulpturen: eigene und die anderer Bildhauer, z. B. von Markus Lüpertz, Henry Moore oder Erwin Wurm. Kein Wunder also, dass wir ein bisschen stolz darauf sind, die Arbeit eines so hochrangigen Künstlers im Blauen Land zeigen zu dürfen.

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