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Alte Bockhütte

Reintal | Zugspitzregion | 1932

Tradition und Verbindung zur Region wird im Alpenhof nicht nur großgeschrieben, sie wird bei uns wirklich gelebt. So war es kein Wunder, dass Hotelchef Christian Bär die Chance ergriff und die fast 100 Jahre alte Bockhütte vor der Zerstörung rettete. Dank seiner Initiative und der Hilfe seiner Familie und einiger Freunde konnte ein schönes Stück Berggeschichte bewahrt werden und ist jetzt auf dem Gelände des Hotels erlebbar. Sie kann für kleine Gruppen (bis 20 Personen) und für Veranstaltungen genutzt werden.

Die Geschichte der Hütte

Eine allererste Bockhütte wurde im frühen 18. Jahrhundert von einem unbekannten Förster auf einer gezeichneten Karte als „Pochhüttl auf den Eisen Poden“ erwähnt. Ein Weiderecht für das Areal wurde sogar schon 1408 beurkundet. Die Bewirtung der Bockhütte, die bereits 1932 errichtet wurde, erfolgte erst seit den 1980er Jahren. Ihren Namen trägt die Hütte, weil dort nur Schafböcke in das wilde Tal getrieben wurden. Für die weiblichen Tiere oder Lämmer war es zu gefährlich, denn man riskierte, dass sie dort von Steinen erschlagen würden.

Nachdem sich die alte Hütte in einem desolaten Zustand befand, begann 2005 die Planung für einen Neubau, der 2010 umgesetzt wurde. Die Bockhütte hat viel Ähnlichkeit mit ihrem Vorgänger und wurde auf die klassische, heimische Art gebaut: Ziegel, Zement und viel Holz.

Die neue Bockhütte wurde im Juli 2011 in Betrieb genommen. Um die alte Hütte zu bewahren, wurde Balken für Balken abgebaut, nummeriert und per Helikopter abtransportiert und eingelagert – um schließlich 2019 wieder zusammengebaut, restauriert und genutzt zu werden.

Von der Zugspitze nach Murnau – oder zurück

Knappe 40 Kilometer liegen nun zwischen dem heutigen Standort und der ursprünglichen Lage der Hütte im Reintal zwischen Partenkirchen und Zugspitze. Auf einer Höhe von 1052 m teilt sich an der (heute an gleicher Stelle neu errichteten) Bockhütte das Mittlere Reintal mit der Partnacher Hinterklamm und das Hintere Reintal. Geprägt ist die Gegend vor allem durch die Almwirtschaft, die im Reintal bereits auf eine lange Tradition zurückblickt. Schon seit Jahrhunderten weiden hier Garmischer und Partenkirchner Schafe. Derzeit beherbergt die 124 Hektar große Weidefläche der Hütte in den Sommermonaten etwa 600 Schafe.

 

Beliebte Wanderstation

Wer jemals Deutschlands höchsten Berg erklommen und sich dabei für die lieblichere aber weitere Strecke durchs Reintal entschieden hat, für den ist die Bockhütte mit Sicherheit ein Begriff. Für Wanderer ist die Bockhütte Etappenziel auf dem Weg zum oder vom Zugspitzgipfel – oder einfach ein Ausflugsziel in das imposante wildromantische Reintal. Als Brotzeitstation blickt die Bockhütte zwar noch nicht auf eine so lange Tradition zurück, ist aber trotzdem seit über 30 Jahren bei Wanderern, Bergsteigern und Mountainbikern beliebt und versorgt Gäste dort mit Speis und Trank. Auch eine Etappe des Weitwanderwegs "Via Alpina" führt an der Bockhütte vorbei. Wer dort die Etappe von der Meilerhütte zur Reintalangerhütte oder umgekehrt bestreitet, sollte unbedingt auf eine Speckplatte, ein Haferl Kaffee oder auf eine halbe Weißbier vorbei schauen.

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