Neue Kunst & neue Künstler im Alpenhof

Wie das Licht in den Stein kommt und warum ein überdimensioniertes Ei im Nest die Wichtigkeit des Unscheinbaren unterstreicht

In diesem Monat dürfen wir gleich zwei neue ausstellende Künstler hier bei uns im Alpenhof Murnau begrüßen: Matthias Bischoff aus Tutzing mit einem Stein-Gold-Lichtobjekt sowie Susanne Assum aus Murnau am Staffelsee mit einem Kunstwerk aus der Serie Schützenswert.

Schützenswert 2 - ein überdimensioniertes Ei im Nest

Bei der Serie “Schützenswert” handelt sich es um überdimensionale Skulpturen, die sich mit dem Thema Artenvielfalt und Naturschutz auseinandersetzen.

“Schützenswert 2”, ein überdimensionales Ei im Nest, und “Schützenswert 3”, ein Riesensprössling, zeigen tierische und pflanzliche Lebensformen im empfindlichsten Stadium ihres Lebenszyklus. Klein und unscheinbar sind sie doch besonders wertvoll, formen sie doch die Grundlage des Fortbestehens der verschiedenen Arten und der biologischen Vielfalt.

Die überdimensionalen Ausmaße der Skulpturen betonen die Wichtigkeit des Unscheinbaren und Kleinen für ein Funktionieren des Lebenszyklus und den Erhalt der Arten, sowohl in der Pflanzen- als auch in der Tierwelt.

Die Sprossen und das Ei sind vergoldet. Sie stehen für den Anfang, für das Licht des Lebens, seinen Wert und seine Zartheit, für die Hoffnung und nicht zuletzt auch für die Schönheit der Natur.

 

Zur Künstlerin Susanne Assum

Susanne Assum machte die Ausbildung zur Holzbildhauerin an der Fachschule Garmisch-Partenkirchen und besuchte anschliessend die Kunsthochschule"Llotja" in Barcelona, an der sie mit verschiedensten Materialien, wie Stein, Marmor, Bronze, Kunstharz oder Glas arbeitete. Seither ist sie als freischaffende Bildhauerin tätig und lebt seit 2012 wieder in ihrem Heimatort Murnau am Staffelsee, wo Sie auch ihren Showroom Am Mösl 29 besuchen können - nur 10 Gehminuten vom Alpenhof entfernt. Weitere Werke finden Sie auch auf www.be.net/susanneassum. 

 

 

Das Stein-Gold-Lichtobjekt - vom Licht durchdrungen

Der Stein wird gebrochen und auseinander gehalten - ein Spalt entsteht. Bruchflächen werden vergoldet. Leuchtmittel sind im oberen Teil des Objekts. Goldreflektiertes Licht flutet aus dem Spalt im Stein und scheint im Raum zu stehen. Der obere Teil des Steins scheint vom Goldlicht getragen. Auf den ersten Blick wird Unfassbares wahrgenommen. Schwerkraft und Gewicht scheinen außer Kraft gesetzt. Die Schwere und die Härte des Steins werden mit der Leichtigkeit des Goldlichts vereint. Beide Steinhälften scheinen sich wie Magnete abzustoßen. Im Spalt sieht es nach Feuer aus. Es tun sich Landschaften darin auf. Austretendes Goldlicht steht fast wie ein Nebelschleier im Raum -Luftwatte. Das Blau im Spektralspektrum wird durch die Reflektion mit Gold fast ganz herausgenommen. Am Auge beginnt die Körperentspannung. Ruhiges,deutliches Licht wird generiert. Kein Wort und kein Bild gibt die Wirkung eines Leuchtobjekts wieder. Um es im Ganzen zu verstehen, muss es unmittelbar in Wirklichkeit betrachtet werden – hier bei uns im Alpenhof Murnau oder direkt im Tutzinger Atelier.

Zum Künstler Mattias Bischoff

  • 1963 geboren
  • 1991 –1993 Steinmetz / Steinbildhauerausbildung in Rauenberg bei Heidelberg
  • 1993 Selbstständigkeit mit Gründung einer Steinwerkstatt
  • 1997 –2006 logopädische Ausbildung, Angestelltenverhältnisse als Logopäde
  • Seit 2006 freischaffend als Steinbildhauer
  • Seit 2008 Einzelausstellungen, internationale Ausstellungs-und Messebeteiligungen
  • Seit 2016 neue Werkstatt am Kunsthof Mühlenstraße 9,Wilzhofen bei Weilheim

Weitere Informationen sowie Werke von Mattias Bischoff finden Sie unter www.mattias-bischoff.de