Alpenhof-Rotation - Murnauer Gespräche über Kunst
Kunst ist keine Utopie. Der Maler reflektiert mit der Farbe über die Farbe. Der Architekt setzt der Natur eine Struktur entgegen. Der Koch komponiert Geschmackskaskaden mit Melodie und Rhythmus wie der Musiker Inseln der Stille durchwandert. Die Landschaft wird zum gebauten Raum, die Leinwand öffnet die Fläche. Das alles ist möglich, weil das Kunstwerk erst im Prozess einer geistigen Auseinandersetzung entsteht. Deshalb beginnt mit der Hinwendung zur Sprache das Denken in der Kunst. Alpenhof Rotation möchte mit vier offenen Gesprächsrunden eine Anregung aufnehmen, die der Maler Wassily Kandinsky vor genau 100 Jahren in Murnau niedergeschrieben und 1912 in seiner berühmten Abhandlung „Über das Geistige in der Kunst“ veröffentlicht hat. Demnach ist „Verstehen“ die Heranbildung des Zuschauers auf den Standpunkt des Künstlers.
Jede Gesprächsrunde dauert eine Stunde. Im Anschluss wird den Zuhörern die Gelegenheit geboten, mit Fragen aktiv an der Diskussion teilzunehmen.
08. Dezember 2010:
"Ein sieben Meter langes Bild geht auf Reisen"
06./07. November 2010:
"Zukunft der Milchbauern"
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Résumé der 2. Runde: "Wer zahlt unsere Bauern?"
Um 18.45 Uhr startete die Veranstaltung mit der Ehrung der Gewinner des Kunstwettbewerbes im Rahmen der Veranstaltung. Der 1. Preis ging an Josef Wanninger. Danach verlieh die Jury drei 2. Plätze an Johanna Brunner, Ariane Kipp sowie Johanna Michaela Gräper. Der Sonderpreis der Jury ging an den Kunstverein Tusculum in Murnau.
Hintergrund zum Thema der 2. Alpenhof Rotation
Was vielleicht erst einmal irritieren dürfte, ist der Bezug zur Kunst. Doch ist die Pflege der Kulturlandschaft ein wichtiger Indikator des bäuerlichen Selbstwertgefühls. Es dient der Identifikation von Heimat und ist wesentliche Grundlage einer traditionsbewussten Kultur mit ihren in aller Welt bekanntem Brauchtum. Doch haben die Milchbauern in Europa Sorgen um Ihre Existenz. Bisher leben alle Milchbauern weitgehend von Subventionen. Möglicherweise wird die Europäische Union diese Quelle versiegen lassen und deshalb setzen viele Landwirte darauf, die Milch einerseits selbst zu vermarkten, andererseits europaweit die Milchmenge an den Bedarf anzupassen, damit der Preis nicht immer wieder abstürzt. Ist diese Vision nur ein Traum oder handelt es sich hierbei um eine realistische Möglichkeit?
Der Veranstaltungsreihe "Alpenhof Rotation" liegt nicht nur ein weitgefasster Kunstbegriff zu Grunde, sondern ein weiteres Anliegen ist, dass die Themen weitestgehend aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen und seinen Nachbarlandkreisen abgeleitet werden. Auf die Sorgen der Bauern werden Einheimische und Touristen in beinahe jedem Dorf aufmerksam gemacht. Um die Bevölkerung mit in die Veranstaltung einzubeziehen, lädt der "Alpenhof Murnau" Künstler ein, ihre Arbeiten zum Thema auszustellen. Die originellsten Kunstwerke werden am Veranstaltungstag prämiert.
Hintergrund zum Kunstwettbewerb "Milch, Macht und Moneten - Wer zahlt unsere Bauern?"
Jurymitglieder:
Cathrin Klingsöhr-Leroy, Constanze Werner, Alexander Wanisch und Andreas Röder
Preise:
1. Preis: 2 Übernachtungen für 2 Personen mit Gourmet-Frühstücksbuffet, freier Eintritt ins Yavanna Wellness & Spa sowie einem Abendessen mit begleitenden Weinen im Hofmann’s Restaurant
2. Preis: 1 Übernachtung für 2 Personen mit Gourmet-Frühstücksbuffet, freiem Eintritt ins Yavanna Wellness & Spa sowie je einem Rhassoulbad
Sonderpreis: je ein Yavanna Day-Spa für 1 Person
Was war das Thema der 1. Runde?
Die Auftaktveranstaltung zur Reihe "Alpenhof Rotation - Murnauer Gespräche über Kunst" fand am Samstag, den 5. Juni 2010, um 18 Uhr im Alpenhof Murnau statt.
Das Thema der Veranstaltung war: Horst Antes als Buchillustrator, -gestalter und -sammler.
Anläßlich der Gesprächsrunde zeigte der Alpenhof Murnau eine kleine Auswahl seltener und vergriffener Bücher von Antes. Hintergrund war die damals aktuelle Ausstellung von Horst Antes im Franz Marc Museum Kochel.
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